Angeführte Gründe für die Maßnahme
 

 "Deutschland erfüllt die europäischen Umweltvorgaben bei der Abwasserentsorgung vorbildlich".  

 

So lautet die Überschrift des 5. Berichtes zur Umsetzung der Kommunalabwasser-richtlinie des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit noch im September 2009. 

 

Siehe hier:

 

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Bericht BMU


Umso erstaunlicher erscheint die von Befürwortern der Dichtheitsprüfung kommunizierte Gefahr, die plötzlich von privaten Abwasserleitungen für unser Grundwasser ausgehen soll und flächendeckende, vorbeugende Zwangsprüfungen rechtfertigen soll. 


Umso fantasievoller ist so mancher Begründungsversuch:

 

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"Erhöhung des Abwasseraufkommens / Erhöhter Energieaufwand für Wasseraufbereitung / Erhöhte Abwassergebühr"

In der Gemeinde Alfter ist ein Mischkanal-System installiert. Dass bedeutet, dass neben dem Tropfen Wasser, der durch eine Beschädigung der privaten Abwasserleitung ins Abwasser gelangen könnte und eine aufwendig Sanierung begründen soll, tausende Kubikmeter Oberflächenwasser ins gleiche Rohr fließen. Zusätzlich wird in der Gemeinde Alfter seit Jahren die Einleitung von Drainage-Leitungen in das Mischkanal-System geduldet. Müssen diese zukünftig auch dicht sein?

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 "Fäkalien verunreinigen das Grundwasser"

In welcher Relation ein Riss in einer privaten Abwasserleitung, über die vielleicht 4 mal am Tag, für wenige Sekunden, einige Liter fäkalienverunreinigtes Abwasser hinweg fließen, zu Millionen Liter Gülle (die Jahr für Jahr konzentriert auf den Äckern NRW´s ausgebracht werden) stehen, bleibt nicht ersichtlich.

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 "PFT verunreinigt das Grundwasser"

Perfluorierte Tenside (PFT) waren aufgrund krimineller Abfallverbringungen als „Biodünger“ getarnt auf landwirtschaftliche Nutzfläche aufgebracht worden und haben somit auch das Grundwasser verunreinigt.
PFT ist ein künstlich hergestellter Stoff. In privaten Haushalten fällt PFT nicht an.

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 "Arzneimittelrückstände im Trinkwasser"

Tatsächliche gibt es gelegentlich auftretende, jedoch gesundheitlich unbedenkliche Spuren von Arzneimittelstoffen im Trinkwasser. Als Verursacher gelten jedoch in erster Linie Krankenhäuser. 

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 "Gebäudeschäden/Setzungsschäden"

Feuchtigkeit kann sich selbstverständlich verheerend auf die Gebäudesubstanz auswirken. Dass durch einen Riss im  Abwasserrohr, über den gelegentlich ein paar Liter Wasser fließen, jedoch bereits ein Gebäude eingestürzt sein soll, ist ebenfalls nicht bekannt. 

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"EHEC"

Ein konkreter, durch verunreinigtes Grundwasser verursachter EHEC-Erkrankungsfall ist bis heute nicht bekannt. 
Dementgegen das Umwelt Bundes Amt für Mensch und Umwelt:
"Für eine Verbreitung von EHEC direkt mit dem Trinkwasser gibt es keine Anzeichen. Vielmehr ist Trinkwasser als Ursache unwahrscheinlich….”


 

  

In seinem " Offener Brief nach dem Petitionsbeschluss vom 06.07.2011 und Aussetzung im Wirtschaftsausschuss vom 12.10.2011 " fasst Klaus Lau eingehend zusammen:

 

" ...nach Beschlussfassung vom 07.06.2011 hatte mir der Petitionsausschuss mit Schreiben vom 16.06.2011 mitgeteilt, dass er die Landesregierung um wissenschaftlich belastbare Äußerungen über die tatsächlichen Gefahren, die von Leckagen aus Hausanschlüssen entstehen können , bittet.

Ich stelle erwartungsgemäß fest, dass derartige Beweise nicht vorgelegt wurden. "


 




 

Hiermit lobe ich öffentlich eine Flasche leckeren Frühburgunders von der Ahr für denjenigen aus, der als erster ein stichhaltiges, belegbares Argument für die Dichtheitsprüfung vorbringen kann.

 

 

 

Ausgeschlossen sind Argumente wirtschaftlicher Art (Konjunkturprogramm für Kanalsanierer, etc.)